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Verseghy Ferenc művei
Elektronikus kritikai kiadás

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Verseghy Ferenc – Paintner Mihálynak [?]
[h. n.], [1822. szeptember vége]

Hochgeborner, hochwürdigster
Herr Bischof und Referendär!
Da Herr von Rieger bey unserem Inwohner H. von Lakits seine Musick-Uebungen oftmahlen hält, und mich alten kranken Mann durch*
<mit> |durch| [Betoldás a törlés fölött.]
seiner schönen Kunst schon*
schon <mehrmalen>
einigemal zu erquicken die Güte gehabt hat, so nahm ich mir die Freiheit mich bei ihm über das Wohlseyn Euer Bisch. Gnaden, so oft er Briefe von Wienn bekamm zu erkundigen, und ihm meinen respectvollen Handkuß an hochdieselben aufzutragen. So glaubte ich eine unbedeutende Correspondenz zu ersparen, die einem Geschäftsmann nichts als lästig seyn kann. Nun aber kömmt ein feyerlicher Tag, und eine noch dazu, die mich zwingen, um eine Gnädige Nachsicht zu bitten, daß ich durch meine gegenwärtigen*
Gnädige <…> |Nachsicht| zu bitten, daß ich <me> |durch| meine|gegenwärtigen| [Átírással és betoldásokkal javított szakasz.]
Schreiben selbst erscheine.*
erscheine<n><darf>.
Zum Namensfest wünsche ich alles erdenkliche Glück, was nur ein zart fühlendes, und mit den tiefesten Gefühlen der innigsten Erkenntlichkeit durchgedrungenes Herz wünschen kann. Nie werde ich die väterliche Huld, das freundschaftliche Zutrauen, die liberalen Gnadenbezeigungen vergessen, mit welchen ich im hochderselben Hause aufgenommen, und bis zur*
zum [Átírással javítva.]
letzten Stunde des hohen hierseyns behandelt werden bin. Ach! einen solchen Vater und Freund zugleich werde ich hienieden nie wieder finden. Mit der unterthänigsten Bitte, daß sich*
daß |sich| [Betoldás a lap szélén, korrektúrajellel.]
E. B. G. auch in der Entfernung meiner gnädigst erinnern möchten, nehme ich mir die Freyheit, meine oben erwähnt*
meine |oben erwähnt| [Betoldás a lap szélén, korrektúrajellel.]
Noth zu klagen, und um eine amtsfähige Hülfe*
eine amts<mässige>|fähige|Hülfe <zu bethen> [Betoldás a törlés fölött.]
anzuflehen.
Den 4sten Junii überfiel mich in unserem Garten während meiner gelehrten Arbeiten*
Garten |während meiner gelehrten Arbeiten| [Betoldás a lap szélén, korrektúrajellel.]
ein Rheumatisches Fieber, und eine trockene Keuchhusten.*
Keuchhusten. <Die>
Mein Artzt will*
will <auch>
behaupten, daß auch schon eine Lungenen[t]zündung dabey gewesen sey. Vier Wochen hatte ich zu thun, um den Fieber*
um <…>|den| Fieber <.> [Betoldás a törlés fölött.]
und überhaupt der Lebensgefahr zu entkommen. Nun blieb mir aber die Keuchhusten, die mich Tag und Nacht, oder wenigstens abwechslend quällt, und alles, woraus Fleisch nachwachsen sollte, mitnimmt. Ich sehe im ganzen Leibe, wie ein Skelet aus. Die 16te Woche ist schon, daß der Arzt mich besucht, und meine Stube mit Arzneyen angepropft ist. Um diese befriedigen, und die Folgen dieser Krankheit bestreiten zu können, war ich genötigt, wieder um eine Allergnädigste Pensionszulag unterthänigst zu bitten. Ich fand aber den Hochw. Herrn Bischof von Juranits eben in Anzug, seine schon gehabte Urlaub zu geniessen. Er hatte die Gnade, mir anzurathen, seine Zurückkunft zu erwarten, mit der heiligsten Versicherung, daß er für mich alles mögliche thun will, welches ich auch mit Erkenntlichkeit annahm.*
will, |welches ich auch mit Erkenntlichkeit annahm.| [Betoldás a lap szélén.]
Aus meiner Bittschrift, und aus dem Attestato Medico*
Medico <werden E. B. G.><mei>
die erst gegen Ende October*
October <seines>
nach Wienn kommen*
kommen <werden>
können, werden E. B. G. meinen elenden Zustand weitläufiger ersehen; und ich zweifle nicht, daß hochderselben edelmüthiges Herz gegen den alten Knecht Gottes*
alten <Diener> |Knecht| |Gottes| [Betoldás a törlés fölött.]
der noch einige Jahre lang nicht nur vegetiren, sondern auch nützlich seyn möchte, Mitleid fassen, und seine demüthigste Bitte durch Eine Löbliche Hof-Canzley*
Bitte |durch Eine Löbliche Hof-Canzley| [Betoldás a lap szélén, korrektúrajellel.]
bei Seiner Majestät unterstützen wird; wofür ich E. B. G. unterthänigst anflehe.
Mit der tiefesten Ehrerbietung, und innigsten, aufrichtigsten Gefühlen der ewigen Dankbarkeit, habe ich die Ehre zu seyn
unterth. gehorsamsten
Diener.