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Verseghy Ferenc művei
Elektronikus kritikai kiadás

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Prónay Simonné – Verseghy Ferencnek
Nándor, 1811. szeptember 4.
Nándor den 4ten Sept. 1811

Mein Theurer Freund und Bruder!
Mit dieser Gelegenheit welche wir hinein schicken, erscheint wieder Kein Michel, er sagte, er wäre gewiß sein Todt wen er auch nur einmal im Tage den Festungs Berg um Wasser zu hohlen steigen müste. Doch im Grunde glaube ich, wäre er denoh sehr schwer zu entscheiden; als wir oder er schuld darin sind, das er hier bleibt ich glaube wir sind sich unentbehrlich georden – Also lieber Bruder läßt Sie for laße mein Mann fragen, wie Sie mit diesen Bedienten zufrieden sind?
Ist es Ihnen anständig so sollen Sie ihm ankündigen das er beim latzi bleibt, und seine besoldung mit einer zulage von zwei Gulden Monatlich vermehren – Auch habe ich Sie bitten wollen in betref des Schulen Mädchens von der Marzipány, solte sie noch keinen Dinst haben, und vieleicht an einem Ort sich aufhalten wo es ihr nicht viel Kost, und auch nach Lust zu mir haben, so können Sie ihr sagen, das wen sie zu meiner zufriedenheit sein wird ich ihr 200 f gebn, doch müste sie warten bis ich hinein komme, damit ich mit ihr reden kann, weil ich damals nur ganz flüchtlich mit ihr sprach, da meine Absicht diese vor sie als lastes Schulen Mädchen zu empluieren – wie aber denke ich, will ich sie zur zweiten nehmen, und sie zugleich zu Wäsche verwenden, wegen allen diesen müste ich früher noch mit ihr sprechen; Wir gehn künftige Woche nach Györgye und dan komme ich gewiß nach 14 Tagen hinein um sie abzuhohlen wie sehr ich mich auf den Augenblick freue Sie und meinen Lieben Latzi bei uns zu sehn kan ich Ihnen nicht schildern, um nur meiner Freude nichts im Vege komt, eben weil sie so gewiß ist! Lieber Verscheghy! als ich Ihnen am Vorlezten Abend das Geld übergab, wolte ich Sie bitten der Ositzky dafon 50 f zu einer Kleinen erleichtung dafon zu geben, ich widerhohle izt das, auf nur ich wirklich damals in der Eille vergaß. –
Meinen lieben Latzi, auf den ich izt mehr als jemals (ohne zu wissen nennen) denke, lasse ich herzlich küssen; ich schicke ihm das Goldne und das Schwarze Büchel, und hoffe wen er mich lieb hat, wird das Schwarze Büchel leer bleiben. – Ich sende ihm sein Theater aus dafon fehlt soll er und die löve aus bessen. Adieu lieber theurer Bruder!! Wir Alle umarmen Sie mit den freundschaftlichsten Gefühlen, und jeder von uns freut sich auf den Augenblick der Sie in unser Mitte bringen wird.
Ihre Sie liebende Schwester
Prónay